Titelaufnahme

Titel
Die Liberalisierung des europäischen Energiemarktes mit Fokus auf Rumänien / Sorin-Robert Stoica
VerfasserStoica, Sorin-Robert
Betreuer / BetreuerinStraßner, Alexander
ErschienenWien, 22.01.2015
UmfangVII, 101 Seiten : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftFachhochschule des BFI Wien, Masterarbeit, 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-fhbfiw:1-245 Persistent Identifier (URN)
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Die Liberalisierung des europäischen Energiemarktes mit Fokus auf Rumänien [1.59 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Realisierung eines funktionsfähigen Energiebinnenmarkts ist eine der Zielset-zungen der Energiepolitik der Europäischen Union, welche vom EU-Vertrag (von Maastricht) selbst vorgeschrieben wird und damit zur gleichen Zeit zu einem In-strument und auch einem Zweck wird. Mit der Implementierung des dritten Ener-giepakets gibt es, grundsätzlich, keine formellen Schranken für die Realisierung dieses Binnenmarkts, und in den Schlussfolgerungen des Rates vom 4. Februar 2011 wird der politische Wille ausgedrückt, dass die EU über einen voll funktions-fähigen, als Verbund organisierten und integrierten Markt verfügt. Daher müssen die Mitgliedstaaten die Rechtsvorschriften über den Energiebinnenmarkt zügig und uneingeschränkt umsetzen. Trotzdem ist ersichtlich, dass es bei der Umsetzung des Implementierungsplans des Pakets Verspätungen gibt. Diese sind zuallererst das Ergebnis der Ver-weigerung einiger Mitgliedstaaten, auf nationale und europäische Spitzenreiter zu verzichten; außerdem ist in vielen Fällen der Prozess der Trennung der kom-merziellen und Transportbereiche, sowie der Bestimmung der Transport- und Sys-tembetreiber ein schwieriges Verfahren. Der Zweck der vorliegenden Arbeit besteht in der Untersuchung der Anpassung Rumäniens und deren Erfüllung der aus dem gemeinschaftlichen Besitzstand her-vorgehenden Bestimmungen hinsichtlich des Energiesektors. So wurde die Schlussfolgerung erreicht, dass die wichtigsten Probleme der von Rumänien durch das Energie-und Gasgesetz Nr. 123/2012 angenommenen Gesetzgebung, welche eine Umsetzung der EU-Richtlinien zur Liberalisierung der Energiemärkte darstel-len sollte, auf Folgendem zurückzuführen sind: Die Unabhängigkeit und die Verantwortlichkeit der rumänischen Energiere-gulierungsbehörde, ANRE; Das Fehlen einer klaren Trennung der Interessen der staatlichen Hersteller von den, ebenfalls staatlichen, Übertragungsnetzbetreiber Das Fehlen einer klaren Trennung der Interessen der staatlichen Hersteller von den, ebenfalls staatlichen, Übertragungsnetzbetreibern; Die Fortführung der Regelung der Energiepreise zu einem niedrigen Ni-veau. Das Ergebnis dieser Arbeit beweist, dass Rumänien nicht nur den europäischen Anforderungen hinsichtlich der Liberalisierung der Strom- und Gasmärkte nicht nachkommt, sondern sich sogar rückläufig entwickelt.

Zusammenfassung (Englisch)

The creation of a functional internal energy market is one of the objectives of the European Union energy policy, imposed by the (Maastricht) Treaty of the Europe-an Union itself, which transforms it into an instrument and purpose at the same time. With the implementation of the Third Energy Package, there are, in principle, no formal barriers to the accomplishing of this internal market, and the conclusions of the session of the European Council held on February 4, 2011, express the po-litical wish, that the European Union has a fully functional, interconnected and in-tegrated market. Legislation on the internal energy market must therefore be speedily and fully implemented by Member States in full respect of the agreed deadlines. In spite of this, it is obvious that there are delays in the carrying out of the imple-mentation plan. These are - first of all - the result of the refusal of some of the Member States to give up the national and European frontrunners; furthermore is - in many cases - the process of separating the commercial from the transportation sectors and of designating the transmission system operators a rather difficult one. The purpose of the present paper is to analyze Romanias adjustment process and its complying with the aquis communautaire requirements concerning the energy sector. The conclusion reached indicates, that the main problems of the legislation adopted by Romania with the Law on Energy and Natural Gas, No. 123/2012, supposed to transpose the European Directives on the liberalization of the energy markets, are related with the following: The independence and responsibility of the National Regulatory Authority for Energy, ANRE; The lack of the clear separation between the interests of the state-owned producers and of the transmission system operators; The continuing regulating of the prices at low levels. The result of this paper shows that Romania not only fails comply with the Euro-pean requirements regarding the liberalization of the energy markets, but even moves backwards.