Titelaufnahme

Titel
Krise in der Euro-Zone: Eine keynesianische Perspektive / Veselko Pacar
VerfasserPacar, Veselko
Betreuer / BetreuerinGrumiller, Jan-Augustin
ErschienenWien, 10.01.2015
UmfangIX, 117 Seiten
HochschulschriftFachhochschule des BFI Wien, Masterarbeit, 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-fhbfiw:1-278 Persistent Identifier (URN)
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Krise in der Euro-Zone: Eine keynesianische Perspektive [2.29 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Euro-Zone leidet stark an den derzeit herrschenden bedeutenden Ungleichgewichten, die die europäische Entwicklung seit der Einführung des Euro dominiert haben. Das Ziel dieser Arbeit ist es, eine keynesianische Perspektive auf die aktuelle Krise in der Euro-Zone zu zeigen. Die derzeit herrschenden Ungleichgewichte belasten viele Staaten und hohe Leistungsbilanzdefizite sind die Folge. Dies führte wiederum zu höheren Auslandsverbindlichkeiten. Die am meisten betroffenen Länder sind die sogenannten GIIPS Staaten (Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien), die gemeinesamen Merkmale der GIIPS Staaten sind eine hohe Verschuldung und ein hohes Leistungsbilanzdefizit. Der erste Teil der Masterarbeit zeigt eine theoretische Einführung zu Finanz- und Wirtschaftskrisen. Des Weiteren enthält der erste Teil einen Überblick über den theoretischen Keynesianismus. Anschließend liegt der Fokus auf den theoretischen Modellen. Einerseits dem lohngetriebenen bzw. profitorientierten und andererseits dem schuldenfinanziertem bzw. exportgestütztem Wirtschaftsregime. Zum besseren Verständnis der Krise in der Euro-Zone wird zunächst eine empirische Analyse durchgeführt, welche den Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise in den USA zeigt. Der Kernpunkt dieser Arbeit konzentriert sich anschließend auf die Krise in der Euro-Zone. Ziel ist es, einen besseren Einblick zu geben, warum die Eurozone unter einer tiefen Finanz- und Wirtschaftskrise leidet. Um die Krise aus zwei Perspektiven zu sehen wird eine eher Mainstream bzw. neoklassische und anschließend eine keynesianische Sicht auf die Ursachen der Krise aufgezeigt. Abschließend analysiert die Arbeit, die Gründe für die Finanz- und Wirtschaftskrise und bietet eine Lösung, wie die Zukunft gestaltet werden kann. Aus keynesianischer Sicht liegt die Ursache der Krise in der Tatsache, dass die europäischen Länder hohe Leistungsbilanzungleichgewichte, hohe Einkommensungleichheit und eine ineffizienten Regulierung des gesamten Finanzmarktes aufweisen. Maßnahmen zur Lösung der Krise aus einer keynesianischen Perspektive wären: Erstens die Re-Regulierung des Finanzsystems, um künftige Finanzkrisen zu vermeiden. Zweitens wird eine einheitliche Steuer-, Einkommens- und Lohnpolitik benötigt, die für eine hohe aggregierte Nachfrage und Stabilisierung der Binnennachfrage verantwortlich sein sollte. Drittens soll eine Weltfinanzordnung geschaffen werden, die die Welt- und Regionalwirtschaft wieder ausgleichen könnte.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this paper is to demonstrate a Keynesian perspective on the current crisis in the Euro-Zone. The Euro-Zone is suffering greatly from its significant imbalances, which have dominated European development since the introduction of the Euro. These imbalances led to states high current account deficits in many European countries, which resulted in higher foreign liabilities. The most affected countries are the socalled GIIPS countries (Greece, Ireland, Italy, Portugal and Spain), - characterized by high debt and a high current account deficit. The first part of the paper gives a more theoretical view on this topic, including a deep introduction on financial and economic crises. Furthermore it contains a general view on the theoretical Keynesianism. Secondly the paper focuses on macroeconomic theories, the debtled and the wageled model. The author uses these models as a basis to get a better idea of the background situation of the Eurocrisis. For a better understanding an empirical analysis demonstrates the start of the financial and economic crisis in the US. The core part of this paper focuses on the crisis in the Euro-Zone. The aim is to give a better insight why the Euro area suffers deep financial and economic problems. The paper demonstrates a Neoclassical and Keynesian view on the causes of the crisis. In conclusion the thesis shows the causes for the financial and economic crisis in Europe and provides a solution how to deal with it in the future. From a Keynesian point of view the reason of the crisis lies in the fact that European countries are facing high current account imbalances, high income inequality and an inefficient regulation of the whole financial market. Measures to solve the crisis from a Keynesian perspective would be: Firstly the reregulation of the financial system. Secondly a fiscal, income and wage policy, which should be responsible for high aggregate demand stabilization is necessary. Thirdly a new world financial order which can compensate trade balances for the world and the regional economy is required.